Boot Transport & Überführung: Kosten & Anbieter 2026
Boot Transport class="hero-image" loading="lazy" style="width:100%;max-height:400px;object-fit:cover;border-radius:12px">Du hast ein Boot gekauft und musst es von A nach B bringen? Oder planst du einen Revierswechsel und fragst dich, wie du deine Yacht sicher und bezahlbar transportieren kannst? Boot-Transport ist eine komplexe Angelegenheit – von der Wahl des richtigen Transporteurs über Genehmigungen bis hin zur Kostenkalkulation gibt es viele Fallstricke.
In diesem umfassenden Ratgeber erfährst du alles über Boot-Transport und Überführungen 2026: Welche Transportarten gibt es, was kosten sie, welche Anbieter sind seriös, wann lohnt sich Selbstüberführung und welche rechtlichen Anforderungen musst du erfüllen. Egal ob Schlauchboot, Segelboot oder 15-Meter-Yacht – hier findest du die Antworten.
📋 Inhaltsverzeichnis
- Transport-Kosten im Überblick
- Transportarten: Straße vs. Wasser
- Straßentransport: Anbieter & Ablauf
- Wasser-Überführung: Skipper & Kosten
- Selbst überführen: Möglichkeiten & Grenzen
- Seriöse Anbieter & Empfehlungen
- Genehmigungen & Rechtliches
- Versicherung & Haftung
- Boot vorbereiten: Checkliste
- Häufige Fragen (FAQ)
Transport-Kosten im Überblick 2026
Die Kosten für einen Boot-Transport variieren enorm – abhängig von Bootsgröße, Strecke, Transportart und Zusatzleistungen. Hier ein realistischer Überblick für 2026:
| Bootsgröße | Strecke | Transportart | Kosten | Dauer |
|---|---|---|---|---|
| Trailer-Boot (bis 6 m) | 100 km | Selbsttransport | 50-150 € (Sprit) | 2-3 Stunden |
| Trailer-Boot (bis 6 m) | 500 km | Professionell | 400-800 € | 1 Tag |
| Motorboot 6-8 m | 300 km | Spezialtransport | 1.200-2.000 € | 1-2 Tage |
| Segelyacht 8-10 m | 500 km | Straße (Schwertransport) | 2.500-4.500 € | 2-3 Tage |
| Segelyacht 8-10 m | 1.000 km | Wasser-Überführung | 2.000-5.000 € | 2-4 Wochen |
| Yacht 10-15 m | 800 km | Schwertransport + Begleitung | 6.000-12.000 € | 3-5 Tage |
| Yacht 15+ m | International | Frachtschiff/Spezialtransport | 15.000-50.000+ € | 2-8 Wochen |
Faustformel für Straßentransport: 2-5 € pro Kilometer Entfernung + Grundgebühr (300-1.500 €) + Sonderkosten (Krananlage, Genehmigungen, Begleitfahrzeug). Beispiel: 500 km Transport für 8-m-Boot = 500 km × 3,50 € + 800 € Grundgebühr = ca. 2.550 € Gesamtkosten.
Transportarten: Straße vs. Wasser — Was passt zu dir?
Straßentransport
Vorteile: Schnell (1-3 Tage), wetter-unabhängig, direkter Weg auch über Land, terminlich planbar, sicher.
Nachteile: Teuer bei großen Booten, Größenbeschränkungen (max. 25-30 m ohne Spezialgenehmigung), Genehmigungen bei Überbreite nötig, Stress durch Verkehr/Baustellen.
Ideal für: Kurze bis mittlere Strecken (< 1.000 km), Binnen-Boote ohne Hochsee-Tauglichkeit, zeitkritische Transporte, Boote ohne Motor/Segel.
Wasser-Überführung
Vorteile: Günstiger bei langen Strecken (> 1.000 km), schonend für Boot, gleichzeitige Funktionsprüfung, bei Segelyachten natürlicher Weg.
Nachteile: Wetterabhängig (Verzögerungen möglich), dauert Wochen, Skipper-Kosten, Verschleiß an Motor/Segeln, nur für hochseetaugliche Boote.
Ideal für: Lange Strecken (> 1.000 km), Küsten-Yachten, internationale Überführungen, wenn Zeit keine Rolle spielt.
Hybrid-Transport
Für bestimmte Strecken kombinierst du beide Methoden: Boot per LKW zum nächsten geeigneten Gewässer, dann Wasser-Überführung. Beispiel: Nordsee-Yacht zum Bodensee = LKW bis Basel, dann Rhein aufwärts. Spart Kosten bei Schwertransporten durch bergige Regionen.
Straßentransport: Anbieter & Ablauf
Der Straßentransport ist für die meisten Bootsbesitzer die erste Wahl – besonders bei Distanzen unter 1.000 km. So läuft's ab:
1. Angebot einholen
Kontaktiere 3-5 spezialisierte Boot-Transporteure. Benötigte Angaben:
- Bootslänge, -breite, -höhe (mit Mast/ohne Mast)
- Gewicht (inkl. Trailer, falls vorhanden)
- Start- und Zielort (genau, inkl. Hafenzugang oder privat)
- Zeitrahmen (wann soll Transport stattfinden?)
- Besonderheiten (Kran nötig, Überbreite, zerbrechliche Teile)
2. Angebote vergleichen
Achte nicht nur auf den Preis, sondern auch auf:
- Versicherungsschutz (mindestens 2 Mio. € Deckung)
- Erfahrung mit deinem Bootstyp (Referenzen zeigen lassen)
- Inklusivleistungen (Kranen, Ladungssicherung, Genehmigungen)
- Festpreis vs. Kostenvoranschlag (Festpreis bevorzugen!)
3. Vorbereitung
Boot transportfertig machen (siehe Checkliste unten). Transporteur stellt meist eigenen Trailer/Spezialfahrzeug. Bei Überbreite (> 2,55 m) kümmert sich seriöser Anbieter um Genehmigungen.
4. Übergabe & Zustandsprüfung
Vor Abholung: Gemeinsam mit Transporteur Boot inspizieren, Zustand fotografisch dokumentieren, Übergabeprotokoll unterschreiben. Notiere alle bestehenden Schäden.
5. Transport & Lieferung
Dauer: 1-5 Tage je nach Strecke. Seriöse Anbieter informieren dich über Verzögerungen. Bei Ankunft: Erneute Zustandsprüfung, Abnahmeprotokoll. Bei Schäden sofort Fotos machen und Versicherung kontaktieren.
Wichtiger Tipp: Beauftrage nur Transporteure mit spezieller Boot-Erfahrung. Allgemeine Schwertransport-Firmen kennen oft die Besonderheiten nicht (z.B. druckempfindliche Rumpfbereiche, Mast-Handling). Das kann teure Schäden verursachen. Frage nach Referenzen und Fotos früherer Transporte.
Wasser-Überführung: Skipper & Kosten
Die Wasser-Überführung ist oft günstiger als Straßentransport – zumindest bei langen Strecken. Aber: Du brauchst einen erfahrenen Skipper und musst Wetterrisiken einkalkulieren.
Kosten-Komponenten
- Skipper-Honorar: 150-400 € pro Tag (je nach Erfahrung und Bootstyp). Für 2-4 Wochen Überführung = 2.000-8.000 €
- Crew (falls nötig): 80-150 € pro Person/Tag. Für Hochsee oft 2-3 Crew-Mitglieder nötig.
- Treibstoff: 500-3.000 € (abhängig von Motor und Strecke)
- Hafen-/Schleusengebühren: 200-1.000 € für längere Strecken
- Verpflegung: 20-50 € pro Person/Tag
- Rückfahrt Skipper/Crew: Flug, Bahn oder PKW (oft im Honorar enthalten, sonst 200-800 € extra)
Gesamtkosten-Beispiel: Ostsee → Mittelmeer (ca. 3.000 km, 3-4 Wochen):
- Skipper: 25 Tage × 300 € = 7.500 €
- Crew (1 Person): 25 × 100 € = 2.500 €
- Treibstoff: 2.000 €
- Häfen/Gebühren: 800 €
- Verpflegung: 25 × 40 € × 2 Personen = 2.000 €
- Gesamt: ca. 14.800 €
Zum Vergleich: Straßentransport derselben Strecke würde 15.000-25.000 € kosten. Wasser-Überführung ist also günstiger, dauert aber 10x länger.
Skipper finden
Seriöse Quellen für professionelle Überführungs-Skipper:
- Skipperportale: crewplanet.de, findacrew.net, hanseatic-yachtservice.de
- Yacht-Clubs: Oft vermitteln Clubs erfahrene Mitglieder
- Überführungs-Agenturen: Spezialisierte Firmen mit fest angestellten Skippern (teurer, aber zuverlässiger)
- Empfehlungen: Beste Quelle – frag andere Bootsbesitzer nach Erfahrungen
Worauf achten: Nachweis über Seemeilen-Erfahrung (mindestens 5.000 sm), Referenzen, Funkzeugnis (SRC/LRC), Führerscheine (SBF See, SKS oder höher), Haftpflichtversicherung.
Selbst überführen: Möglichkeiten & Grenzen
Die günstigste Option ist natürlich, dein Boot selbst zu transportieren. Ob das möglich ist, hängt von Bootsgröße, deinem Führerschein und Equipment ab.
Selbst-Transport auf der Straße
Führerschein-Anforderungen:
- Klasse B (normaler PKW): Gespann bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht. Perfekt für kleine Trailer-Boote (bis 750 kg Trailer + Boot).
- Klasse B96: Gespann bis 4,25 t. Reicht für mittelgroße Boote (bis 1.500 kg).
- Klasse BE: Anhänger über 750 kg, Gespann bis 7 t. Standard für ernsthafte Boots-Trailer (bis 3 t Boot).
- Klasse C1E: Für LKW + schwere Anhänger. Nötig bei sehr großen Booten (> 5 t).
Equipment-Checkliste:
- Passender Trailer (mieten ab 50-150 € pro Tag, kaufen ab 800-5.000 €)
- Zugfahrzeug mit ausreichender Anhängelast (siehe Fahrzeugschein)
- Spanngurte (mindestens 4-6 Stück, 2.000+ kg Belastbarkeit)
- Überbreiten-Warntafeln (bei > 2,55 m Breite)
- Genehmigungen (falls Überbreite/-länge)
- Ersatzrad für Trailer
- Beleuchtung (13-polige Steckverbindung, Rücklichter funktionsfähig)
Grenzen des Selbst-Transports:
- Breite über 2,55 m = Sondergenehmigung nötig (Aufwand!)
- Länge über 12 m = meist Begleitfahrzeug vorgeschrieben
- Gewicht über 3,5 t = Spezialführerschein + -fahrzeug nötig
- Lange Strecken (> 500 km) = hohe Belastung, Unfallrisiko steigt
Mein Tipp: Selbst-Transport lohnt sich nur für kleine Boote (< 6 m, < 1.500 kg) und kurze Strecken (< 300 km). Alles darüber: Profis beauftragen. Das Risiko von Schäden durch unsachgemäße Ladungssicherung ist zu hoch.
Selbst-Überführung auf dem Wasser
Wenn du selbst ein erfahrener Skipper bist (SBF See + mindestens 1.000 sm Erfahrung), kannst du dein Boot selbst überführen. Voraussetzungen:
- Führerscheine (SBF See, bei Binnen auch SBF Binnen, bei Funkverkehr SRC/LRC)
- Ausreichend Seemeilen-Erfahrung für die Strecke (Küste ≠ Hochsee!)
- Crew (mindestens 1-2 Personen für Wachsystem)
- Boot hochsee-tauglich und voll ausgerüstet (Rettungsinsel, EPIRB, Funkgerät, etc.)
- Zeit (oft 2-4 Wochen für längere Strecken)
Kosten: Nur Treibstoff (500-3.000 €), Hafengebühren (200-800 €), Verpflegung (500-1.500 €). Gesamt: 1.200-5.300 € – deutlich günstiger als Profi-Skipper. Aber: Du investierst Wochen deiner Zeit.
Sicherheits-Hinweis: Überschätze dich nicht! Hochsee-Überführungen sind kein Spaziergang. Wenn du noch nie 200+ Seemeilen am Stück gefahren bist, buche lieber einen erfahrenen Skipper. Ein Unfall oder Totalverlust kostet mehr als 10.000 € Überführungskosten.
Seriöse Anbieter & Empfehlungen 2026
Hier eine Auswahl bewährter Boot-Transporteure und Überführungs-Agenturen in Deutschland:
Straßentransport
- Peters Schiffstransporte — Spezialist für Yachten bis 30 m, deutschland- und europaweit. Eigene Kran-Flotte. Premium-Service, aber nicht günstig. Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
- Yacht Transport — Mittelklasse-Anbieter, faire Preise, gute Referenzen. Fokus auf Segelboote 6-15 m. Bewertung: ⭐⭐⭐⭐½
- SeaShuttle Deutschland — Günstigere Alternative, hauptsächlich Trailer-Boote bis 10 m. Solide Qualität. Bewertung: ⭐⭐⭐⭐
- Docklands Logistics — International tätig, auch Übersee-Transporte per Frachtschiff. Hochpreisig, aber sehr zuverlässig. Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
- Boots-Taxi (verschiedene regionale Anbieter) — Kleinere Firmen für Kurzstrecken (< 200 km). Oft günstiger als Großanbieter. Qualität variiert. Bewertung: ⭐⭐⭐½
Wasser-Überführung
- Hanseatic Yacht Service — Professionelle Überführungs-Skipper, weltweit. Hohe Standards, Festpreise. Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
- Yacht Delivery Service — Europa-Spezialist, gute Preis-Leistung. Flexibel bei Terminen. Bewertung: ⭐⭐⭐⭐½
- Baltic Yacht Delivery — Fokus Nord-/Ostsee, sehr erfahren mit rauen Bedingungen. Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
So erkennst du unseriöse Anbieter:
- Keine schriftlichen Festpreis-Angebote (nur mündliche Zusagen)
- Keine Versicherungsnachweise oder Referenzen
- Extrem niedrige Preise (50 % unter Marktdurchschnitt = Warnsignal)
- Kein spezialisiertes Equipment (normale LKW statt Boot-Trailer)
- Keine Mitgliedschaft in Fachverbänden (DBSV, etc.)
Genehmigungen & Rechtliches — Das musst du beachten
Straßentransport
Ab bestimmten Maßen brauchst du Sondergenehmigungen:
- Überbreite (> 2,55 m): Ausnahmegenehmigung bei Straßenverkehrsbehörde (kostet 50-300 €, dauert 1-4 Wochen). Ab 3 m Breite oft Begleitfahrzeug vorgeschrieben.
- Überlänge (> 12 m inkl. Zugfahrzeug): Ebenfalls Genehmigung nötig, oft mit Streckenauflagen (bestimmte Straßen/Uhrzeiten verboten).
- Überhöhe (> 4 m): Brückendurchfahrten prüfen, ggf. Sonderstrecke planen.
- Übergewicht (> 40 t): Nur auf dafür zugelassenen Straßen, Schwertransport-Genehmigung zwingend.
Seriöse Transporteure kümmern sich um Genehmigungen – frage aber nach, ob das im Preis enthalten ist (oft Aufpreis 200-800 €).
Wasser-Überführung
- Versicherung: Kasko-Versicherung muss Überführungsfahrten abdecken (bei Policen prüfen, oft Zusatzklausel nötig).
- Flaggenführung: Boot muss gültige Flagge führen (Deutschland oder Registrierungsland).
- Funkzeugnis: Skipper braucht SRC (Binnen) oder LRC (Hochsee) für Funkverkehr.
- Zollpapiere: Bei grenzüberschreitenden Fahrten (z.B. Schweiz, Nicht-EU) Zollpapiere nötig.
- Umweltauflagen: Abwasser-Tank darf nicht ins Meer entleert werden (Bußgeld bis 50.000 €).
Import/Export (international)
Boot aus dem Ausland kaufen? Zusätzliche Anforderungen:
- Einfuhrumsatzsteuer: 19 % auf Kaufpreis (innerhalb EU oft entfallen bei Nachweis)
- Zollanmeldung: Bei Import aus Nicht-EU-Ländern (Schweiz, UK, USA)
- CE-Kennzeichnung: Boote müssen EU-Normen erfüllen (oft bei USA-Booten nicht gegeben, dann Nachzertifizierung nötig)
- Registrierung: Boot in Deutschland anmelden (Binnenschifffahrtsregister oder Seeschifffahrtsregister, je nach Nutzung)
Wichtig: Bei internationalen Transporten unbedingt Zoll und Steuer vorab klären. Ein nicht angemeldetes Boot kann beschlagnahmt werden, und Nachzahlungen + Strafen kosten schnell 5-stellige Summen. Beauftrage im Zweifel einen Zollagenten (kostet 200-800 €, spart aber Nerven und Risiko).
Versicherung & Haftung — So bist du abgesichert
Transportversicherung
Professionelle Transporteure haben eine Transport-Haftpflichtversicherung (meist 2-5 Mio. € Deckung). Diese greift bei Schäden durch Transporteur-Verschulden (z.B. unsachgemäße Ladungssicherung, Unfall).
Aber Achtung: Viele Versicherungen schließen bestimmte Schäden aus:
- Schäden durch höhere Gewalt (Sturm, Überschwemmung)
- Vorhandene Schäden (deshalb Zustandsprotokoll wichtig!)
- Schäden durch fehlerhafte Vorbereitung des Eigentümers (z.B. nicht entleerte Tanks)
Eigene Kasko-Versicherung
Deine Boots-Kasko sollte auch Transporte abdecken. Prüfe deine Police:
- Ist Straßentransport versichert? (Oft nur gegen Aufpreis)
- Gilt Versicherung auch während Überführungsfahrten?
- Ist das Boot auch an Land (auf Trailer/Winterlager) versichert?
Falls nicht: Temporäre Transport-Zusatzversicherung abschließen (kostet 100-500 € je nach Bootswert, deckt alle Risiken ab).
Haftung bei Selbst-Transport
Wenn du selbst transportierst, haftest du für Schäden. Deine PKW-Haftpflicht deckt Schäden an Dritten (andere Autos, Personen), aber nicht am eigenen Boot. Dafür brauchst du Kasko. Prüfe auch, ob deine Anhänger-Versicherung ausreicht (bei teuren Booten oft Unterdeckung).
Boot vorbereiten: Checkliste für sicheren Transport
Egal ob Straße oder Wasser – dein Boot muss transportfertig sein. Diese Checkliste verhindert Schäden:
Allgemein (Straße & Wasser)
- ✅ Alle losen Gegenstände entfernen oder fest verzurren (Geschirr, Polster, Elektronik)
- ✅ Luken und Fenster schließen, abdichten
- ✅ Seeventile schließen
- ✅ Batterien abklemmen (bei Straßentransport)
- ✅ Fotos vom Zustand machen (alle Seiten, Details, Schäden)
- ✅ Zustandsprotokoll mit Transporteur ausfüllen
Speziell Straßentransport
- ✅ Treibstoff-Tank maximal 25 % voll (Brandschutz-Vorschrift)
- ✅ Abwassertank leeren
- ✅ Frischwassertank leeren (spart Gewicht, verhindert Schwappen)
- ✅ Mast demontieren (bei Segelbooten), sicher verstauen
- ✅ Antennen, Radaranlagen abbauen
- ✅ Ruder/Pinne sichern (nicht frei beweglich)
- ✅ Persenning/Abdeckplane (schützt vor Steinschlag, Wetter)
Speziell Wasser-Überführung
- ✅ Alle Systeme funktionsfähig (Motor, Elektronik, Segel, Rigg)
- ✅ Sicherheitsausrüstung vollständig (Rettungsinsel, Signalmittel, EPIRB, Funkgerät)
- ✅ Seekarten/Navigationssystem aktuell
- ✅ Ausreichend Proviant und Wasser für Crew + Reserve
- ✅ Wetter-Routing geplant (Skipper macht das, aber abstimmen)
- ✅ Versicherung über Überführungsfahrt informiert
FAQ — Häufige Fragen zu Boot-Transport
Was kostet ein Boot-Transport in Deutschland?
Die Kosten hängen von Bootsgröße, Strecke und Transportart ab. Kleine Trailer-Boote (bis 6 m): 200-800 € für 100-500 km. Mittelgroße Boote (6-10 m): 1.500-4.000 € für 500 km Straßentransport. Große Yachten (10-15 m): 5.000-15.000 € inkl. Spezialtransport und Genehmigungen. Faustformel: 2-5 € pro Kilometer plus Grundgebühr (300-1.000 €).
Kann ich mein Boot selbst transportieren?
Ja, für Boote bis ca. 2,5 m Breite und 750 kg mit normalem PKW-Führerschein und geeignetem Trailer. Für schwerere Boote brauchst du Führerschein BE oder C1E. Wichtig: Ladungssicherung beachten, bei Überbreite (> 2,55 m) Genehmigung einholen. Für Boote über 10 m ist Spezialtransport mit Begleitfahrzeug meist Pflicht.
Wie finde ich einen seriösen Boot-Transporteur?
Achte auf: Spezialisierung auf Boottransport (nicht nur allgemeiner Schwertransport), Versicherungsnachweis (mindestens 2 Mio. € Deckung), Referenzen und Bewertungen, schriftliches Angebot mit Festpreis, Mitgliedschaft in Fachverbänden (z.B. DBSV). Empfohlene Anbieter: Peters Schiffstransporte, Yacht Transport, SeaShuttle, Docklands Logistics.
Was muss ich vor dem Boot-Transport vorbereiten?
Checkliste: Alle losen Gegenstände entfernen/sichern, Tanks leeren (Treibstoff max. 25 %), Batterien abklemmen, Masten/Antennen demontieren, empfindliche Teile (Elektronik, Polster) ausbauen, Boot reinigen, Fotos vom Zustand machen (Beweissicherung), Versicherung informieren, Transportgenehmigungen einholen (bei Überbreite).
Straßentransport oder Überführung auf dem Wasser — was ist besser?
Straßentransport: Schneller (1-3 Tage), wetter-unabhängig, direkter Weg. Ideal für kurze/mittlere Strecken (< 1.000 km) und Binnen-Boote. Wasser-Überführung: Günstiger bei langen Strecken (> 1.000 km), schonender fürs Boot, aber dauert Wochen, wetterabhängig, Skipper-Kosten. Ideal für Küsten-Yachten und internationale Strecken.
Quellen & weiterführende Informationen:
- Deutscher Boots- und Schiffbauer-Verband (DBSV)
- Deutscher Motoryachtverband (DMYV)
- Deutscher Segler-Verband (DSV)
- Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) — Schwertransport-Richtlinien
- Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
- ADAC Ratgeber Anhänger & Transport
- Interviews mit Transport-Anbietern und Skippern 2024-2026
