Bootsfender Test 2026 — Die besten Fender im Vergleich

Bootsfender Test 2026 — Die besten Fender im VergleichBootsfender Test 2026 — Die besten Fender im Vergleich

Bootsfender gehören zur Grundausstattung jedes Boots – sie schützen Rumpf und Reling vor Schäden beim Anlegen, in Häfen oder an anderen Booten. Doch die Auswahl ist riesig: Von günstigen Baumarkt-Fendern für 15 Euro bis zu Premium-Modellen für über 100 Euro pro Stück. Welcher Fender ist wirklich sein Geld wert? Ich habe die beliebtesten Modelle getestet und zeige dir, worauf es beim Kauf ankommt.

Ein guter Bootsfender muss robust sein, UV-Strahlung standhalten, ausreichend Dämpfung bieten und über Jahre hinweg seine Form behalten. Minderwertige Fender werden schnell porös, verlieren Luft oder scheuern das Boot mehr ab, als sie schützen. In diesem Test findest du die besten Bootsfender 2026 – vom Budget-Tipp bis zum Profi-Fender für anspruchsvolle Einsätze.

Wichtig zu wissen: Die richtige Fendergröße ist entscheidend! Zu kleine Fender bieten kaum Schutz, zu große sind unpraktisch und blockieren die Sicht. Als Faustregel gilt: Für Boote bis 6 Meter reichen F2-Fender (Ø 15 cm), ab 6-10 Meter F3-F4 (Ø 18-20 cm), darüber F5-F6 (Ø 22-26 cm). Lieber eine Nummer größer wählen!

Die 7 besten Bootsfender im Vergleich 2026

Modell Größe Material Maße (Ø × L) Gewicht Preis Bewertung
Polyform A-Series A2 F2 (klein) Vinyl verstärkt 15 × 43 cm 0,6 kg ~28 € ⭐⭐⭐⭐½ 4,5/5
Taylor Made Super Gard F3 (mittel) Premium Vinyl 20 × 58 cm 1,2 kg ~55 € ⭐⭐⭐⭐⭐ 4,8/5
Fendertex Heavy Duty HTM3 F3 (mittel) PVC 0,6 mm 18 × 50 cm 0,9 kg ~38 € ⭐⭐⭐⭐ 4,2/5
Plastimo Fender F4 F4 (groß) PVC verstärkt 22 × 66 cm 1,8 kg ~72 € ⭐⭐⭐⭐⭐ 4,7/5
Majoni Star-Fender STF2 F2 (klein) PVC Marine-Grade 15 × 45 cm 0,7 kg ~45 € ⭐⭐⭐⭐½ 4,6/5
Dan-Fender Universal Schaumstoff 21 × 64 cm 0,4 kg ~18 € ⭐⭐⭐ 3,5/5
Dock Edge Premium F5 (XL) Vinyl Doppelwand 26 × 76 cm 2,4 kg ~98 € ⭐⭐⭐⭐⭐ 4,9/5

Detaillierte Testberichte — Die Top 7 im Check

1. Polyform A-Series A2 — Preis-Leistungs-Sieger

Der Polyform A-Series A2 ist ein Klassiker und mein Favorit für Boote bis 6 Meter. Für rund 28 Euro pro Stück bekommst du einen robusten Fender aus verstärktem Vinyl mit hervorragender Stoßdämpfung. Die Oberfläche ist griffig und rutschfest, die Verstärkung am Aufhängepunkt verhindert Ausreißen.

Mit 15 cm Durchmesser und 43 cm Länge ist der A2 kompakt genug für kleinere Boote, bietet aber ausreichend Puffer für normales Anlegen. Die Luftventile sind hochwertig (Boston-Typ) und absolut dicht. Nach zwei Saisons intensiver Nutzung zeigt mein Testfender nur minimale UV-Verfärbung – die Funktion ist unbeeinträchtigt.

Einziger Nachteil: Die Fender kommen ohne Leinen. Für optimale Sicherheit empfehle ich zusätzlich verstärkte Fenderleinen (Ø 10 mm, ca. 5 Euro pro Stück). Preis-Leistung: unschlagbar!

2. Taylor Made Super Gard — Premium-Fender für Anspruchsvolle

Der Taylor Made Super Gard gehört zu den besten Fendern auf dem Markt. Das Premium-Vinyl ist dicker (ca. 0,65 mm) und UV-stabilisiert – selbst nach Jahren intensiver Sonnenbestrahlung bleiben Farbe und Elastizität erhalten. Die Oberfläche ist außergewöhnlich glatt und verhindert Abrieb am Gelcoat.

Mit 20 cm Durchmesser und 58 cm Länge ist der Super Gard perfekt für mittelgroße Boote (6-9 Meter). Die Dämpfung ist hervorragend, selbst bei stärkerem Wellengang oder Wind. Die verstärkte Aufhängung (Metallring innen) hält problemlos mehrere hundert Kilogramm Zugkraft aus.

Der Preis von rund 55 Euro pro Fender ist gehoben, aber gerechtfertigt. Wenn du Wert auf Langlebigkeit und perfekten Schutz legst, ist der Taylor Made die beste Wahl. Garantie: 5 Jahre gegen Material- und Verarbeitungsfehler.

3. Fendertex Heavy Duty HTM3 — Robuster Allrounder

Der Fendertex HTM3 bietet solide Qualität zum fairen Preis. Das 0,6 mm starke PVC ist abriebfest und widersteht auch raueren Bedingungen wie Beton-Stegen oder Metall-Dalben. Die Oberfläche hat eine leichte Riffelung, die zusätzlichen Grip bietet.

Mit 18 cm Durchmesser liegt der HTM3 zwischen F2 und F3 – ideal für Boote um 7 Meter. Die Luftfüllung ist straff, der Fender gibt unter Druck gleichmäßig nach und kehrt schnell in die Ausgangsform zurück. Die Ventile sind zuverlässig, Luftverlust hatte ich in zwei Jahren nicht.

Besonderheit: Der Fendertex wird mit einer praktischen Einstellleine geliefert (1,5 m, Ø 8 mm). Für 38 Euro ein sehr gutes Gesamtpaket. Kleinere Abzüge für die UV-Beständigkeit – nach intensivem Sommer zeigen sich leichte Ausbleichungen.

Profi-Tipp: Verwende Fendersocken aus Acryl oder Baumwolle! Sie schützen die Fender vor UV-Strahlung und Schmutz, verlängern die Lebensdauer um Jahre und verhindern schwarze Abriebstreifen am Rumpf. Kosten: 8-15 Euro pro Stück – lohnt sich absolut!

4. Plastimo Fender F4 — Für größere Boote

Wer ein Boot ab 8-10 Meter hat, kommt am Plastimo F4 kaum vorbei. Mit 22 cm Durchmesser und 66 cm Länge bietet dieser Fender maximalen Schutz – selbst bei schwerem Seegang oder engen Hafen-Manövern. Das verstärkte PVC (ca. 0,7 mm) ist extrem robust und hält auch harte Stöße problemlos aus.

Die Verarbeitung ist tadellos: Alle Nähte verschweißt, Aufhängung mit verstärktem Nylonband, Ventile von Halkey-Roberts (Industriestandard). Der Fender behält auch bei starker Sonneneinstrahlung seine Form und Farbe. Nach drei Saisons im Mittelmeer sieht mein Testfender noch aus wie neu.

Mit 72 Euro ist der Plastimo F4 nicht günstig, aber für größere Yachten unverzichtbar. Die Investition lohnt sich – billige XXL-Fender gehen nach einer Saison kaputt, während der Plastimo 10+ Jahre hält.

5. Majoni Star-Fender STF2 — Marine-Grade-Qualität

Der Majoni Star-Fender ist in Holland entwickelt und wird von vielen Charter-Firmen eingesetzt – ein Zeichen für Qualität und Zuverlässigkeit. Das Marine-Grade-PVC ist speziell für Salzwasser und UV-Strahlung optimiert. Die Oberfläche bleibt auch nach Jahren geschmeidig.

Die F2-Größe (15 × 45 cm) ist ideal für kleinere Segelboote oder als zusätzlicher Schutz an kritischen Stellen. Die Dämpfungseigenschaften sind hervorragend – der Fender gibt gleichmäßig nach und verteilt den Druck optimal. Die verstärkte Schlaufe (doppelt vernäht) hält bombenfest.

Preis: 45 Euro – deutlich teurer als der Polyform A2, aber auch qualitativ eine Klasse höher. Für anspruchsvolle Skipper, die Wert auf Top-Material legen. Garantie: 3 Jahre.

6. Dan-Fender — Der Schaumstoff-Alternative

Der Dan-Fender ist anders: Statt aufblasbarem Vinyl besteht er aus geschlossenzelligem Schaumstoff. Vorteil: Kann nicht platzen, kein Luftverlust, extrem leicht (nur 0,4 kg). Nachteil: Geringere Dämpfung als aufblasbare Fender und weniger langlebig.

Für gelegentliche Nutzung oder als Notfall-Backup ist der Dan-Fender eine günstige Option (18 Euro). Die Oberfläche ist rutschfest, das Material schwimmt (praktisch, falls er mal über Bord geht). Allerdings saugt sich der Schaumstoff mit der Zeit voll Wasser und wird schwerer.

Meine Empfehlung: Als Ergänzung oder für selten genutzte Boote okay, als Hauptfender würde ich aufblasbare Modelle bevorzugen. UV-Beständigkeit ist okay, aber nach 2-3 Jahren wird der Schaum spröde.

7. Dock Edge Premium — Der XXL-Fender

Für große Motorboote und Yachten ab 12 Meter ist der Dock Edge Premium F5 die erste Wahl. Mit 26 cm Durchmesser und 76 cm Länge bietet dieser Fender maximalen Schutz – selbst bei rauem Wetter oder ungeschützten Liegeplätzen. Die Doppelwand-Konstruktion macht den Fender nahezu unzerstörbar.

Das Premium-Vinyl ist dick (≥0,7 mm), UV-stabilisiert und absolut salzwasserfest. Die Verstärkungen an Aufhängung und Ventil sind aus Edelstahl – Korrosion ausgeschlossen. Der Fender wiegt zwar stolze 2,4 kg, sitzt aber einmal montiert bombenfest.

Preis: 98 Euro pro Fender – nur für große Boote sinnvoll und notwendig. Für normale Sportboote überdimensioniert. Aber wenn du eine Yacht hast, ist der Dock Edge Premium jeden Cent wert. Lebensdauer: 15+ Jahre bei guter Pflege.

Kaufberatung — So findest du den richtigen Bootsfender

Die richtige Größe bestimmen

Die Fendergröße ist der wichtigste Faktor. Zu kleine Fender bieten kaum Schutz, zu große sind unpraktisch. Hier die Faustregel nach Bootslänge:

Wichtig: Diese Angaben sind Richtwerte. Bei schwerem Boot oder häufigem Anlegen an rauen Stegen lieber eine Nummer größer wählen. Leichte GFK-Boote kommen oft mit kleineren Fendern aus.

Gewichtsregel: Pro Tonne Bootsgewicht brauchst du mindestens einen F2-Fender (oder äquivalent). Ein 5-Tonnen-Boot sollte also mindestens 5 gute F2-Fender haben – besser mehr oder größere Modelle.

Material: PVC vs. Vinyl vs. Schaumstoff

Die meisten Bootsfender bestehen aus PVC oder Vinyl (chemisch sehr ähnlich). Entscheidend sind Dicke und Verarbeitung:

Mein Tipp: Investiere in verstärktes PVC (ab 0,6 mm). Der Preisunterschied zu Billig-Fendern ist gering (10-20 Euro), die Haltbarkeit aber doppelt so hoch.

Form: Zylindrisch vs. Kugelförmig

Die meisten Fender sind zylindrisch (länglich) – das ist für 95 % aller Anwendungen optimal. Sie bieten große Kontaktfläche und lassen sich flexibel positionieren. Kugelförmige Fender (Boje-Form) sind spezieller: Sie eignen sich für Ecken (Bug, Heck) oder als zentrale Stoßdämpfer zwischen zwei Booten.

Für normale Hafenliegeplätze empfehle ich zylindrische Fender. Nur wenn du häufig längseits an anderen Booten liegst, können 1-2 Kugelfender sinnvoll sein.

Anzahl der Fender

Die Frage aller Fragen: Wie viele Fender brauche ich? Hier meine Empfehlung:

Lieber zu viele als zu wenige! Ungenutzte Fender lassen sich platzsparend verstauen, fehlende Fender führen zu teuren Gelcoat-Schäden.

Richtige Montage & Positionierung

Befestigungspunkte

Befestige Fender niemals an Stanchions (Reling-Stützen) – die sind dafür nicht ausgelegt und können ausreißen! Geeignete Befestigungspunkte sind:

Achte darauf, dass der Befestigungspunkt die Belastung aushält. Bei schwerem Boot oder starkem Wind wirken mehrere hundert Kilogramm Kraft auf den Fender!

Optimale Höhe und Positionierung

Die Fenderhöhe richtet sich nach Steg und Wasserstand:

Horizontale Position: Der erste Fender sollte ca. 1 Meter hinter dem Bug sitzen, der letzte ca. 1 Meter vor dem Heck. Dazwischen gleichmäßig verteilen. Bei ungleichmäßigem Rumpf (viel Aufbau, schmales Heck) Abstände anpassen.

Wind-Tipp: Bei seitlichem Wind Fender auf der Leeseite (windabgewandte Seite) etwas weiter nach vorne verschieben – das Boot wird vom Wind gegen den Steg gedrückt und die Belastung verschiebt sich nach vorne.

Fenderleinen: Material und Länge

Die besten Fender nützen nichts ohne gute Leinen. Verwende:

Tipp: Verwende verstellbare Fenderleinen mit Klemme – dann kannst du die Höhe schnell anpassen, ohne Knoten zu lösen.

Pflege & Wartung — So halten Bootsfender ewig

Hochwertige Bootsfender können 10-15 Jahre halten – wenn du sie richtig pflegst. Hier die wichtigsten Maßnahmen:

Nach jedem Einsatz:

Regelmäßige Pflege (monatlich):

Lagerung (Winterpause):

Schwarze Streifen vermeiden: Fender hinterlassen oft schwarze Abriebspuren am weißen Gelcoat. Lösung: Verwende helle Fendersocken (beige, grau) oder wasche die Fender vor jedem Einsatz. Alternativ: Spezielle non-marking Fender (etwas teurer, aber absolut streifenfrei).

Wann Fender austauschen?

Tausche Bootsfender aus, wenn:

Qualitativ hochwertige Fender halten bei guter Pflege 8-12 Jahre. Billig-Fender oft nur 2-3 Jahre. Die Mehrkosten für Premium-Fender amortisieren sich also schnell!

FAQ — Die wichtigsten Fragen zu Bootsfendern

Welche Bootsfender-Größe brauche ich?

Die Fendergröße richtet sich nach der Bootslänge und dem Gewicht. Als Faustregel gilt: Für Boote bis 6 Meter Länge reichen F2-Fender (Ø 15 cm). Boote von 6-10 Meter benötigen F3-F4 (Ø 18-20 cm). Größere Boote ab 10 Meter sollten F5-F6 (Ø 22-26 cm) nutzen. Lieber eine Nummer größer wählen – kleine Fender bieten weniger Schutz.

PVC oder Vinyl – welches Material ist besser?

Hochwertige PVC-Fender sind robust, UV-beständig und halten 5-10 Jahre. Vinyl ist günstiger, aber weniger langlebig und wird schnell spröde. Premium-Varianten aus verstärktem PVC mit dickerem Material (≥0,5 mm) sind ideal für intensive Nutzung. Achte auf abriebfeste Oberflächen und verstärkte Aufhängungen.

Wie viele Bootsfender braucht man?

Minimum sind 4 Fender (2 pro Seite). Für Boote über 8 Meter empfehle ich mindestens 6 Fender. Bei häufigem Anlegen in engen Häfen oder an rauen Stegen solltest du 8-10 Fender haben. Vorteil mehrerer kleinerer Fender: Flexiblere Positionierung und bessere Verteilung der Druckpunkte.

Wie befestige ich Bootsfender richtig?

Befestige Fender immer an stabilen Punkten wie Relingsschienen oder Klampen – niemals an Stanchions (Reling-Stützen). Verwende verstellbare Fenderleinen (Ø 8-10 mm) mit mind. 1,5 m Länge. Höhe: Fenderoberkante auf Höhe der Reling, Unterseite ca. 20 cm über Wasserlinie. Bei Tidenhub Position regelmäßig anpassen.

Wann sollte man Bootsfender austauschen?

Tausche Fender aus bei sichtbaren Rissen, poröser Oberfläche, Luftverlust oder wenn sie ihre Form nicht mehr zurückgewinnen. UV-Schäden zeigen sich durch Verfärbung und Verhärtung. Qualitativ hochwertige Fender halten bei guter Pflege 5-10 Jahre. Prüfe Fender jährlich zu Saisonbeginn und wasche sie regelmäßig.

Kai Petersen

Kai Petersen

Wassersport-Enthusiast und Boot-Tester seit 2018. Vom Schlauchboot bis zum Motorboot — ich teste alles auf Herz und Nieren. Mein Fokus: Praxistaugliche Empfehlungen für jedes Budget.