Erste-Hilfe-Set fürs Boot: Was muss rein? — Checkliste 2026
Erste-Hilfe-Set fürs Boot: Was muss rein? — Checkliste 2026Ein Erste-Hilfe-Set gehört auf jedes Boot – egal ob Schlauchboot, Segelboot oder Motorboot. Auf dem Wasser bist du oft weit entfernt von medizinischer Hilfe, und im Notfall zählt jede Sekunde. Ich zeige dir in diesem umfassenden Ratgeber, was in ein professionelles Boot-Erste-Hilfe-Set gehört, welche gesetzlichen Anforderungen gelten und wie du im Ernstfall richtig handelst.
Anders als bei Auto-Verbandskästen gibt es für private Sportboote in Deutschland keine Mitführpflicht – aber das heißt nicht, dass du darauf verzichten solltest. Gerade auf dem Wasser lauern spezielle Gefahren: Unterkühlung, Ertrinken, Verbrennungen durch heiße Motoren, Schnittverletzungen durch Leinen oder Propeller, Insektenstiche, Sonnenbrand und Seekrankheit sind nur einige Beispiele.
Wichtig zu wissen: Ein Standard-KFZ-Verbandskasten reicht auf dem Boot NICHT aus. Du brauchst zusätzliches, wassersport-spezifisches Equipment wie Hypothermie-Schutz, wasserfeste Verbandsmaterialien und spezielle Medikamente. Außerdem muss alles wasserdicht verpackt sein – nasse Verbände sind im Notfall wertlos.
Gesetzliche Anforderungen & Pflichten
In Deutschland gibt es für private Sportboote keine generelle Mitführpflicht für Erste-Hilfe-Ausrüstung. Anders sieht es bei gewerblich genutzten Booten aus: Charteryachten, Ausflugsschiffe und Wassertaxis müssen einen zugelassenen Verbandskasten nach DIN 13157 (großer Verbandskasten) mitführen.
Auch wenn keine Pflicht besteht, ist ein Erste-Hilfe-Set dringend empfohlen. Der Deutsche Motoryachtverband (DMYV) und der Deutsche Segler-Verband (DSV) raten ausdrücklich zur Mitnahme von Erste-Hilfe-Material – insbesondere auf Langfahrten oder bei Fahrten außerhalb von Küstengewässern.
Auf internationalen Gewässern gelten teilweise andere Regelungen. In manchen Ländern (z.B. Kroatien, Frankreich) kann ein Erste-Hilfe-Set vorgeschrieben sein. Informiere dich vor Auslandsfahrten über lokale Bestimmungen.
Rechtlicher Hinweis: Auch ohne gesetzliche Pflicht kann das Fehlen eines Erste-Hilfe-Sets bei Unfällen rechtliche Konsequenzen haben. Wer als Skipper grob fahrlässig handelt (z.B. keinerlei Erste-Hilfe-Material an Bord hat), kann bei Personenschäden haftbar gemacht werden. Besser: Immer ein vollständiges Set dabei haben.
Basis-Ausstattung: Das Minimum
Die Grundausstattung deines Boot-Erste-Hilfe-Sets sollte den KFZ-Verbandskasten nach DIN 13157 als Basis haben – plus wichtige Ergänzungen für Wassersport. Hier die Checkliste für die Basis-Ausstattung:
Verbandsmaterial
- Sterile Kompressen (verschiedene Größen: 5×5 cm, 10×10 cm)
- Mullbinden (6 cm und 8 cm breit, elastisch)
- Dreieckstuch (für Arm-Trageschlinge oder als Kopfverband)
- Heftpflaster-Rolle (wasserfest!)
- Pflasterset (verschiedene Größen, wasserfest)
- Wundschnellverband (8 cm × 10 cm, steril)
- Fixierbinden (für Verbände)
Hilfsmittel
- Einmalhandschuhe (mindestens 2 Paar, latexfrei)
- Schere (rostfrei, abgerundete Spitze)
- Pinzette (zum Entfernen von Splittern, Dornen)
- Sicherheitsnadeln (für Dreieckstuch)
- Rettungsdecke (gold/silber, reflektierend)
- Zeckenzange oder -karte
- Splitterpinzette
Desinfektionsmittel & Reinigung
- Wunddesinfektionsspray (alkoholfrei, brennt nicht)
- Händedesinfektionsmittel
- Sterile Reinigungstücher
Dokumentation
- Erste-Hilfe-Anleitung (kompakt, laminiert, wasserfest)
- Notfall-Nummern (Küstenwache, Seenotruf, lokale Rettungsdienste)
| Artikel | Mindestmenge | Wichtigkeit | Haltbarkeit | Wasserfest? |
|---|---|---|---|---|
| Sterile Kompressen | 10 Stück | ⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Jahre | In Verpackung: Ja |
| Mullbinden elastisch | 6 Stück | ⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Jahre | In Verpackung: Ja |
| Dreieckstuch | 2 Stück | ⭐⭐⭐⭐ | Unbegrenzt | Ja |
| Wasserfeste Pflaster | 20 Stück | ⭐⭐⭐⭐⭐ | 3-5 Jahre | Ja |
| Einmalhandschuhe | 4 Paar | ⭐⭐⭐⭐⭐ | 3 Jahre | Nein (separat verpacken) |
| Rettungsdecke | 2 Stück | ⭐⭐⭐⭐⭐ | Unbegrenzt | Ja |
| Wunddesinfektion | 1 Flasche (100 ml) | ⭐⭐⭐⭐⭐ | 2-3 Jahre | Flasche: Ja |
Spezial-Equipment für Wassersport
Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem Auto-Verbandskasten und einem professionellen Boot-Erste-Hilfe-Set. Auf dem Wasser brauchst du zusätzliches Equipment für typische Wassersport-Notfälle:
Hypothermie-Schutz (Unterkühlung)
Unterkühlung ist eine der größten Gefahren auf dem Wasser. Selbst im Sommer kann man nach einem Sturz ins Wasser schnell auskühlen. Dein Erste-Hilfe-Set sollte enthalten:
- Rettungsdecke (mindestens 2 Stück – gold/silber)
- Hypothermie-Schlafsack (spezielle Isolations-Säcke für Unterkühlung)
- Wärmekompressen (chemische Hand- oder Körperwärmer)
- Trockene Ersatzkleidung (in wasserdichtem Sack)
Brandverletzungen
Heißer Motor, kochendes Wasser, Sonnenbrand – Verbrennungen kommen auf Booten häufig vor:
- Brandgel oder -kompresse (kühlt und lindert Schmerzen)
- Metallisierte Brandwundauflage (steril, nicht klebend)
- After-Sun-Gel (bei Sonnenbrand)
Augenverletzungen
Salzwasser, Insekten, Splitter – die Augen sind auf dem Boot besonders gefährdet:
- Augenspüllösung (sterile Kochsalzlösung)
- Augenklappe (steril verpackt)
- Augensalbe (bei Reizungen)
Signal- & Kommunikations-Equipment
Im Notfall musst du Hilfe rufen können:
- Signalpfeife (wasserfest, laut)
- Wasserdichte Taschenlampe (mit Blink-Funktion)
- Notruf-Nummern (laminiert: Seenotruf 124124, Küstenwache, DLRG)
Profi-Tipp Hypothermie: Bei Unterkühlung NIEMALS heiße Getränke geben oder die Person heftig bewegen! Langsam aufwärmen mit Rettungsdecke, trockener Kleidung und Körperwärme. Keine heiße Dusche – das kann zum Kreislaufkollaps führen. Bei schwerer Unterkühlung (Bewusstlosigkeit, Zittern stoppt) sofort Seenotrettung alarmieren.
Medikamente für die Bordapotheke
Neben Verbandsmaterial brauchst du auf jedem Boot eine Grundausstattung an Medikamenten. Wichtig: Medikamente haben oft kürzere Haltbarkeiten als Verbandsmaterial – prüfe vor jeder Saison die Verfallsdaten!
Standard-Medikamente
- Schmerzmittel — Ibuprofen 400mg oder Paracetamol 500mg (gegen Kopf-, Zahn-, Muskelschmerzen)
- Mittel gegen Seekrankheit — Vomex (Dimenhydrinat) oder Superpep (wirken am besten vorbeugend eingenommen)
- Antihistaminika — Cetirizin oder Fenistil (gegen allergische Reaktionen, Insektenstiche)
- Elektrolyt-Präparate — Elotrans oder ähnliches (gegen Dehydrierung bei Durchfall/Erbrechen)
- Durchfallmittel — Imodium akut (bei plötzlichem Durchfall)
- Wund- und Heilsalbe — Bepanthen oder Panthenol (für kleine Wunden, Schürfwunden)
Spezial-Medikamente für längere Törns
Bei mehrtägigen Fahrten oder Auslandsreisen solltest du zusätzlich dabei haben:
- Breitband-Antibiotikum (z.B. Amoxicillin – nur nach Rücksprache mit Arzt, Rezept erforderlich)
- Cortison-Salbe (bei starken Insektenstichen, allergischen Hautreaktionen)
- Ohrentropfen (gegen Taucherohr/Schwimmerohr)
- Augentropfen (künstliche Tränen bei trockenen Augen durch Wind/Salz)
- Sodbrennen-Mittel (Rennies, Talcid)
Persönliche Medikamente
Vergiss nicht, dass jedes Crew-Mitglied seine persönlichen Medikamente in ausreichender Menge mitnehmen sollte:
- Blutdrucksenker, Blutverdünner
- Insulin (bei Diabetes – in Kühltasche!)
- Asthma-Spray
- Allergie-Medikamente
- Notfall-Medikamente (EpiPen bei Allergien)
Aufbewahrung & Lagerung
Die beste Erste-Hilfe-Ausrüstung nützt nichts, wenn sie durch Feuchtigkeit unbrauchbar wird oder im Notfall nicht auffindbar ist. So bewahrst du dein Erste-Hilfe-Set richtig auf:
Wasserdichte Verpackung
Absolute Pflicht auf jedem Boot: wasserdichte Aufbewahrung. Optionen:
- Wasserdichte Dry Bags — Leicht, flexibel, 100% wasserdicht (Rollverschluss). Ideal für Schlauchboote und kleine Boote.
- Wasserdichte Hartschalenkoffer — Robust, stapelbar, auch gegen Stöße geschützt. Perfekt für Motorboote und Segelyachten.
- Spezielle Boot-Verbandskästen — Vorkonfektionierte Sets mit Gummidichtung, oft mit Wandhalterung.
Lagerungsort auf dem Boot
Dein Erste-Hilfe-Set sollte:
- Schnell erreichbar sein (nicht unter 3 Schichten Gepäck vergraben)
- Allen bekannt sein (jedes Crew-Mitglied muss wissen, wo es liegt)
- Gut gekennzeichnet sein (weißes Kreuz auf rotem/grünem Grund)
- Vor Sonne geschützt sein (UV-Strahlung zerstört Medikamente und Gummimaterialien)
- Fest verstaut sein (bei Seegang darf es nicht herumfliegen)
Ideale Orte: Navigationstisch, feste Schränke in der Kajüte, Cockpit-Staufächer (wenn wasserdicht). NICHT: Bilge, offene Decks, Motor-Compartment (zu heiß).
Wartung & Kontrolle
Mindestens einmal jährlich (am besten vor Saisonstart) solltest du dein Erste-Hilfe-Set komplett durchgehen:
- Verfallsdaten aller Medikamente prüfen
- Sterilverpackungen auf Beschädigungen kontrollieren
- Verbrauchtes Material nachfüllen
- Batterie von Taschenlampe testen
- Wasserdichtigkeit der Verpackung prüfen
- Vollständigkeit anhand Checkliste kontrollieren
Lagerungs-Tipp: Erstelle eine laminierte Checkliste und klebe sie innen an den Deckel deines Erste-Hilfe-Koffers. So siehst du bei jeder Kontrolle sofort, was fehlt. Notiere auch das letzte Prüfdatum darauf. Auf längeren Törns: Führe ein Medikamenten-Tagebuch, wer wann was genommen hat – wichtig für Ärzte im Notfall.
Die besten Erste-Hilfe-Kits fürs Boot im Vergleich
Du kannst dein Erste-Hilfe-Set selbst zusammenstellen oder ein vorkonfektioniertes Boot-Kit kaufen. Hier meine Top-Empfehlungen:
1. Söhngen Erste-Hilfe-Koffer Spezial Boot
Der Klassiker für größere Boote und Yachten. Komplett nach DIN 13157 plus maritime Zusatzausstattung. Wasserdichter Kunststoffkoffer mit Gummidichtung, Wandhalterung möglich. Enthält 127 Teile inkl. Rettungsdecke, Desinfektionsmittel, Erste-Hilfe-Broschüre. Preis: ca. 75-90 €. Ideal für Segelyachten und größere Motorboote.
2. Tatonka First Aid Marine
Kompaktes Set in wasserdichter Tasche (Roll-Top). Perfekt für Schlauchboote, Kajaks, SUP-Boards. 41 Teile, inkl. Zeckenzange, Blasenpflaster, Signal-Pfeife. Schwimmt oben (bei Wasserfall leicht zu bergen). Gewicht nur 350g, Packmaß klein. Preis: ca. 35-45 €. Top für kleine Boote und Tagestouren.
3. Compass Erste Hilfe Segelboot-Set
Speziell für Segler entwickelt. Wasserdichter Hartschalenkoffer, 160 Teile inkl. Seekrankheits-Mittel, Augenspülung, extra Brandversorgung. Separate Fächer für Medikamente und Verbandsmaterial. Preis: ca. 110-140 €. Premium-Lösung für lange Törns und Hochseesegeln.
4. DIY: Selbst zusammenstellen
Für maximale Individualisierung: Kaufe einen wasserdichten Dry Bag (10-15 Liter) und stelle das Set selbst zusammen. Basis: KFZ-Verbandskasten DIN 13157 (ca. 15 €) + maritime Zusätze (Rettungsdecke, Seekrankheits-Mittel, Hypothermie-Schutz, Signalpfeife). Gesamtkosten: 50-70 €. Vorteil: Du weißt genau, was drin ist. Nachteil: Mehr Aufwand.
Notfallplan & Rettungskette auf dem Wasser
Das beste Erste-Hilfe-Set nützt wenig, wenn du nicht weißt, wie du im Notfall handelst. Hier der maritime Notfallplan:
Schritt 1: Ruhe bewahren & Lage einschätzen
- Durchatmen, nicht in Panik verfallen
- Eigenschutz: Ist es sicher, dem Verletzten zu helfen? (z.B. nicht selbst ins Wasser fallen)
- Verletzung einschätzen: Lebensbedrohlich? Bewusstlos? Blutung?
Schritt 2: Notruf absetzen (bei schweren Verletzungen)
- Seenotruf (UKW Kanal 16): "Mayday, Mayday, Mayday" + Position + Art des Notfalls + Anzahl Personen
- Handy: 112 (Rettungsdienst) oder 124124 (Seenotrettung MRCC Bremen)
- DSC-Notruf: Roten Knopf am Funkgerät 5 Sek. drücken (sendet automatisch Position)
Schritt 3: Erste Hilfe leisten
- Bei Bewusstlosigkeit: Stabile Seitenlage (auf Boot schwierig – Person sichern!)
- Bei Atemstillstand: Wiederbelebung (30x Herzdruckmassage, 2x Beatmung)
- Bei starken Blutungen: Druckverband, Gliedmaße hochlagern
- Bei Unterkühlung: Aus nasser Kleidung, in Rettungsdecke/trockene Sachen, langsam aufwärmen
Schritt 4: Rettung koordinieren
- Position durchgeben (GPS-Koordinaten oder Seezeichen)
- Rettungskräfte einweisen (Leuchtraketen, Taschenlampe, Flagge schwenken)
- Bergung vorbereiten (Fender ausbringen, Leinen bereit, Motor aus)
Wichtige Notruf-Nummern
- 112 — Allgemeiner Notruf (auch auf See per Handy)
- 124124 — Seenotrettung MRCC Bremen (auch per Handy)
- UKW Kanal 16 — Internationaler Seenot- und Anrufkanal
- UKW Kanal 70 — DSC (Digital Selective Calling) für automatischen Notruf
Erste-Hilfe-Kurs für Wassersportler: Standard-Erste-Hilfe-Kurse decken maritime Notfälle nur teilweise ab. Die DLRG und verschiedene Segelverbände bieten spezielle "Erste Hilfe auf See"-Kurse an. Dort lernst du: Unterkühlung behandeln, Rettung aus dem Wasser, Erste Hilfe bei Seegang, Notfunk absetzen. Kosten: 50-100 €, Dauer: 1 Tag. Absolut empfehlenswert für jeden Bootsführer!
FAQ — Häufige Fragen zu Erste-Hilfe auf dem Boot
Ist ein Erste-Hilfe-Kasten auf dem Boot Pflicht?
Für private Sportboote in Deutschland gibt es keine generelle Mitführpflicht für Erste-Hilfe-Sets. Allerdings ist es dringend empfohlen und kann bei Unfällen lebensrettend sein. Für gewerblich genutzte Boote (Charter, Personenbeförderung) ist ein zugelassener Verbandskasten nach DIN 13157 Pflicht. Auch auf See-Törns ist ein umfangreiches Erste-Hilfe-Set unverzichtbar.
Was gehört in ein Boot-Erste-Hilfe-Set?
Ein Boot-Erste-Hilfe-Set sollte enthalten: Wasserdichte Verbandstoffe, Pflaster verschiedener Größen, sterile Kompressen, elastische Binden, Dreieckstuch, Rettungsdecke, Schere, Pinzette, Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Mittel gegen Seekrankheit, Schmerztabletten, Sonnenbrandgel, Zeckenzange, und eine Anleitung. Zusätzlich: Spezial-Equipment wie Hypothermie-Schutz und Signal-Ausrüstung.
Wie bewahre ich Erste-Hilfe-Material auf dem Boot auf?
Erste-Hilfe-Material muss wasserdicht und griffbereit verstaut werden. Ideal sind wasserdichte Dry Bags oder spezielle Boot-Verbandskästen mit Gummidichtung. Lagere das Set an einem festen, allen Crew-Mitgliedern bekannten Ort – am besten gut sichtbar gekennzeichnet. Vermeide direkte Sonneneinstrahlung und extreme Temperaturen. Prüfe mindestens einmal jährlich Verfallsdaten und Vollständigkeit.
Wie lange ist ein Erste-Hilfe-Set haltbar?
Sterile Verbandsmaterialien haben meist ein Haltbarkeitsdatum von 5 Jahren. Medikamente sind oft nur 2-3 Jahre haltbar. Prüfe vor jeder Saison alle Verfallsdaten und ersetze abgelaufene Artikel. Auch intakte Verpackungen können durch Feuchtigkeit oder UV-Strahlung beschädigt werden. Ein vollständiger Check einmal jährlich (am besten vor Saisonstart) ist Pflicht.
Brauche ich auf dem Boot spezielle Medikamente?
Ja, neben Standard-Verbandsmaterial sind auf Booten spezielle Medikamente sinnvoll: Mittel gegen Seekrankheit (Vomex, Superpep), Schmerzmittel (Ibuprofen, Paracetamol), Elektrolyt-Präparate gegen Dehydrierung, Antihistaminika gegen allergische Reaktionen, Wund- und Heilsalbe, Sonnenbrand-Gel. Bei längeren Törns oder Auslandsfahrten: Antibiotika, Malaria-Prophylaxe, spezielle Notfall-Medikamente nach Rücksprache mit einem Arzt.
Quellen & weiterführende Informationen:
- Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)
- Havariekommando — Maritime Notfallvorsorge
- MRCC Bremen — Seenotrettung
- Deutsches Rotes Kreuz — Erste Hilfe
- Deutscher Motoryachtverband (DMYV)
- Deutscher Segler-Verband (DSV)
- Eigene Praxiserfahrung aus 15+ Jahren Wassersport und Erste-Hilfe-Schulungen
