Funkzeugnis SRC & UBI: Kosten, Ablauf & Prüfung 2026
Funkzeugnis SRC class="hero-image" loading="lazy" style="width:100%;max-height:400px;object-fit:cover;border-radius:12px">Du planst Törns auf dem Meer oder längere Binnenfahrten und willst das Funkzeugnis machen? Dann bist du hier genau richtig. In diesem umfassenden Guide erfährst du alles über SRC (Short Range Certificate) und UBI (UKW-Betriebszeugnis Binnen), die Kosten, den Prüfungsablauf und wie du dich optimal vorbereitest.
Das Funkzeugnis ist für Wassersportler mit eigenem Boot oder Charter-Ambitionen unverzichtbar. Sobald du eine UKW-Funkanlage an Bord hast, brauchst du gesetzlich ein gültiges Funkzeugnis. Aber selbst wenn es nicht Pflicht wäre: Seefunk kann in Notfällen Leben retten. Auf hoher See gibt es kein Handynetz – aber Kanal 16 funktioniert immer.
Wichtig zu wissen: Das SRC-Zeugnis ist international anerkannt und gilt lebenslang – es muss nicht verlängert werden. Allerdings solltest du deine Kenntnisse regelmäßig auffrischen, besonders wenn du selten funkst. Die Technik hat sich mit DSC (Digital Selective Calling) stark weiterentwickelt – moderne Funkgeräte sind deutlich komplexer als ältere Modelle.
SRC vs. UBI – Die wichtigsten Unterschiede
| Merkmal | SRC (Short Range Certificate) | UBI (UKW-Binnen) |
|---|---|---|
| Geltungsbereich | Seeschifffahrtsstraßen (Küste, Meer) | Binnenschifffahrtsstraßen (Flüsse, Seen, Kanäle) |
| Frequenzbereich | UKW-Seefunk (156-174 MHz) | UKW-Binnenfunk (155-162 MHz) |
| Internationale Gültigkeit | Ja (weltweit anerkannt) | Nein (nur Deutschland & EU-Binnengewässer) |
| DSC-Funkverkehr | Ja (Digital Selective Calling) | Ja (seit 2023 Pflicht) |
| Prüfungsgebühr | 80 – 130 € | 60 – 100 € |
| Gültigkeitsdauer | Unbegrenzt (lebenslang) | Unbegrenzt (lebenslang) |
| Voraussetzungen | Keine (Mindestalter 15 Jahre empfohlen) | Keine (Mindestalter 15 Jahre empfohlen) |
Warum du ein Funkzeugnis brauchst
Gesetzliche Pflicht
Sobald dein Boot eine UKW-Seefunkanlage installiert hat, muss der Schiffsführer oder mindestens ein Crew-Mitglied ein gültiges Funkzeugnis besitzen. Ohne SRC/UBI darfst du die Anlage nicht in Betrieb nehmen – auch nicht in Notfällen (was absurd ist, aber so ist die Rechtslage).
Charterfirmen verlangen das SRC-Zeugnis fast immer als Voraussetzung – ohne kommst du nicht an Bord. Selbst wenn du ein eigenes Boot ohne Funkanlage besitzt: Früher oder später wirst du eine installieren wollen, spätestens bei längeren Törns oder Fahrten ins Ausland.
Sicherheit & Notfallkommunikation
Der wichtigste Grund: Sicherheit. Auf See gibt es kein Handynetz, kein WLAN, keine 112. Wenn du in Seenot gerätst, ist der Seefunk deine einzige Verbindung zur Außenwelt. Ein DSC-Notruf auf Kanal 70 sendet automatisch deine GPS-Position an die Küstenwache und alle Schiffe in Reichweite – das kann Leben retten.
Aber auch für weniger dramatische Fälle ist Funk wichtig: Hafeneinfahrten koordinieren, Schleusen anmelden, Wetterberichte abrufen, mit anderen Schiffen kommunizieren. Wer einmal gefunkt hat, will es nie wieder missen.
Praxis-Tipp: Auch wenn du „nur" auf Binnengewässern unterwegs bist – mach trotzdem das SRC. Es kostet kaum mehr als UBI allein, ist international gültig und du bist für eventuelle Küstentörns gerüstet. Die meisten Bootsschulen bieten SRC + UBI als Kombi-Paket an – das lohnt sich fast immer.
Kosten für SRC & UBI – Kompletter Überblick
Prüfungsgebühren (ohne Kurs)
| Position | SRC | UBI | SRC + UBI Kombi |
|---|---|---|---|
| Prüfungsgebühr | 80 – 130 € | 60 – 100 € | 120 – 180 € |
| Lernmaterialien (Bücher/Apps) | 20 – 50 € | 15 – 40 € | 30 – 60 € |
| Selbststudium Gesamt | 100 – 180 € | 75 – 140 € | 150 – 240 € |
Mit Funksprechkurs (empfohlen)
| Position | SRC | UBI | SRC + UBI Kombi |
|---|---|---|---|
| Prüfungsgebühr | 80 – 130 € | 60 – 100 € | 120 – 180 € |
| Funksprechkurs (1-2 Tage) | 150 – 400 € | 120 – 300 € | 280 – 550 € |
| Lernmaterialien | 20 – 50 € | 15 – 40 € | 30 – 60 € |
| Mit Kurs Gesamt | 250 – 580 € | 195 – 440 € | 430 – 790 € |
Prüfungsablauf – So läuft's ab
Theoretische Prüfung
Die Theorie-Prüfung besteht aus einem Multiple-Choice-Teil und Ankreuzaufgaben. Für SRC werden etwa 20-25 Fragen gestellt, für UBI 15-20 Fragen. Die Prüfung dauert ca. 30-45 Minuten.
Typische Themenbereiche:
- Funkverkehr: Welche Kanäle für welchen Zweck? (Kanal 16 = Notruf, Kanal 13 = Brücken/Schleusen, etc.)
- DSC-Funktionen: Digital Selective Calling, MMSI-Nummern, Notruf-Prozeduren
- Sprechfunkzeugnis-Phrasen: Standardisierte Meldungen (Mayday, Pan-Pan, Sécurité)
- Frequenzen & Reichweiten: UKW-Reichweite, Kanalzuteilung, Frequenzbereiche
- Rechtliche Grundlagen: Funkordnung, Schweigepflicht, Störungen
Die Fragen sind fair und mit guter Vorbereitung gut lösbar. Durchfallquote bei Selbststudium: ca. 20-30 %. Mit Kurs sinkt sie auf unter 10 %.
Praktische Prüfung
Der praktische Teil ist anspruchsvoller. Du sitzt vor einem echten Funkgerät (meist ein Simulator mit Original-Hardware) und musst verschiedene Szenarien abarbeiten:
Typische Aufgaben SRC:
- Notruf absetzen (Mayday): DSC-Notruf auslösen, Kanal 16 wählen, Notruf durchgeben (Position, Notfall-Art, Personen an Bord, etc.)
- Dringlichkeitsmeldung (Pan-Pan): Z.B. medizinischer Notfall ohne unmittelbare Lebensgefahr
- Sicherheitsmeldung (Sécurité): Warnung vor Gefahren (z.B. treibende Container)
- Routinemeldungen: Hafeneinfahrt anmelden, Schleuse anfunken, mit anderem Schiff kommunizieren
- DSC-Controller bedienen: MMSI eingeben, Kanäle wechseln, Empfangsbestätigung senden
Typische Aufgaben UBI:
- Ähnlich wie SRC, aber mit Binnen-spezifischen Kanälen und Phrasen
- Schleusen- und Brückenfunk (Kanal 20, 22)
- Kommunikation mit Binnenschiffen und Sportbooten
Die praktische Prüfung dauert ca. 15-20 Minuten pro Person. Du musst flüssig und korrekt funken können – Stottern und lange Pausen führen zu Punktabzug. Deshalb ist ein Funksprechkurs so wertvoll: Du übst am echten Gerät unter Anleitung.
Prüfungs-Tipp: Die meisten Durchfaller scheitern an der praktischen Prüfung, nicht an der Theorie. Grund: Sie haben nie an einem echten Funkgerät geübt. Selbst mit perfekter Theorie-Kenntnis kann die Bedienung des DSC-Controllers überfordern. Ein 1-2-tägiger Funksprechkurs lohnt sich daher fast immer – du sparst Zeit, Nerven und vermeidest Wiederholungsprüfungen.
Vorbereitung auf die Prüfung – Lernmaterialien & Apps
Bücher & Lehrmaterialien
1. SRC & UBI – Das Komplettpaket (Delius Klasing, ~40 €)
Das Standard-Lehrbuch mit allen Fragen, Antworten und ausführlichen Erklärungen. Enthält zusätzlich Funkspruch-Vorlagen, Kanal-Tabellen und Übungsaufgaben für die praktische Prüfung. Ideal für Selbststudium. Achte auf die aktuelle Auflage 2025/2026!
2. Funkzeugnis SRC – Fragen und Antworten (Pietsch Verlag, ~25 €)
Kompaktere Alternative mit Fokus auf Multiple-Choice-Fragen. Weniger Theorie, mehr direkte Prüfungsvorbereitung. Gut als Ergänzung oder für Wiederholer.
3. Praxis des Seefunks (Delius Klasing, ~30 €)
Praxis-orientiertes Buch mit echten Funkspruch-Beispielen, Phraseologie und Bedienungsanleitungen für gängige Funkgeräte. Perfekt zur Vorbereitung auf die praktische Prüfung.
Apps & Online-Kurse
1. Funkzeugnis SRC & UBI Trainer (iOS & Android, 12,99 €)
Umfassende Lern-App mit allen offiziellen Prüfungsfragen, Prüfungssimulator und Audio-Beispielen für Funksprüche. Besonders gut: Die App simuliert auch die DSC-Bedienung am Touchscreen. Offline nutzbar, regelmäßige Updates.
2. Bootsfunk.de (Online-Kurs, 50-150 €)
Video-basierter Online-Kurs mit interaktiven Übungen. Besonders hilfreich für visuelle Lerner. Der Kurs deckt Theorie und Praxis ab, inkl. simulierter Funkgespräche. Gute Alternative zu Präsenz-Kursen, aber kein Ersatz für echtes Geräte-Training.
3. SRC Lernkarten (Kostenlos auf Quizlet)
Community-erstellte Karteikarten mit Fragen und Antworten. Kostenlos, aber Qualität variiert. Gut zur Ergänzung, nicht als Hauptlernquelle.
Funksprechkurse – Lohnt sich das?
Klare Antwort: Ja, für die meisten schon. Ein Funksprechkurs kostet zwar 150-400 €, bringt aber entscheidende Vorteile:
Vorteile eines Funksprechkurses:
- Praxis am echten Gerät: Du übst mit Original-Funkgeräten und DSC-Controllern – das ist durch kein Buch oder App ersetzbar
- Feedback von Profis: Lehrer korrigieren deine Aussprache, Phraseologie und Bedienung in Echtzeit
- Höhere Besteh-Quote: Mit Kurs liegt die Durchfallquote bei unter 10 %, ohne bei 20-30 %
- Zeitersparnis: 1-2 intensive Kurstage sind effizienter als wochenlang alleine zu üben
- Prüfung oft direkt im Anschluss: Viele Bootsschulen bieten Kurs + Prüfung am gleichen Wochenende an
Wann reicht Selbststudium?
Selbststudium ist machbar, wenn du:
- Zugang zu einem Funkgerät hast (z.B. eigenes Boot, Freunde, Verein)
- Technisch versiert bist und dich schnell in Geräte-Bedienung einarbeitest
- Selbstdiszipliniert lernst und Theorie-Bücher gewissenhaft durcharbeitest
- Bereits Erfahrung mit Funkgeräten hast (z.B. aus Beruf, Segeln, etc.)
Für Einsteiger ohne Vorkenntnisse empfehle ich aber klar einen Kurs – die Investition lohnt sich.
Bootsschulen & Prüfstellen – Wo kann ich SRC/UBI machen?
Deutschlandweite Anbieter
- Deutscher Motoryachtverband (DMYV): Zahlreiche Standorte, faire Preise, hohe Qualität
- Deutscher Segler-Verband (DSV): Vor allem an Küsten und großen Seen
- VDS Yachtschulen: Kombi-Angebote mit Sportbootführerschein
- Lokale Bootsschulen: Google „Funkzeugnis SRC [deine Stadt]" – meist findest du regionale Anbieter
Online-Kurse mit praktischer Prüfung vor Ort
Einige Anbieter kombinieren Online-Theorie mit Praxis-Terminen. Das spart Reisekosten, wenn du weit von einer Bootsschule entfernt wohnst. Beispiele:
- Bootsfunk.de: Online-Theorie + Praxis-Tag in Hamburg, Berlin, München
- E-Learning Bootsschule: Videokurse + Prüfung bei kooperierenden Bootsschulen bundesweit
Die wichtigsten Funk-Kanäle & ihre Bedeutung
SRC (Seefunk-Kanäle)
| Kanal | Verwendung | Reichweite |
|---|---|---|
| Kanal 16 | Notruf, Anruf, Sicherheit (nicht für Gespräche!) | 20-30 sm |
| Kanal 70 | DSC-Notruf (automatisch mit GPS-Position) | 20-30 sm |
| Kanal 13 | Brücken- und Hafenfunk | 5-10 sm |
| Kanal 06, 08, 72, 77 | Schiff-zu-Schiff-Gespräche | 20-30 sm |
| Kanal 09, 10, 73, 82 | Hafenfunk (Marina, Liegeplätze) | 5-10 sm |
| Kanal 67 | Verkehrsinformationen, Schleusen (Binnen + See) | 10-20 sm |
UBI (Binnenfunk-Kanäle)
| Kanal | Verwendung |
|---|---|
| Kanal 10 | Nautische Informationen, Verkehrslenkung |
| Kanal 18, 20, 22 | Schleusen- und Brückenfunk |
| Kanal 31 | Hafenfunk (Binnen) |
| Kanal 72, 77 | Schiff-zu-Schiff (Sport- und Freizeitfahrzeuge) |
Wichtig: Kanal 16 ist NUR für Notrufe, Anrufe und Sicherheitsmeldungen – nicht für Gespräche! Viele Anfänger bleiben nach dem Anruf auf Kanal 16 – das ist ein No-Go. Nach dem Erstkontakt immer auf einen Arbeitskanal (z.B. 06, 08, 77) wechseln.
DSC – Digital Selective Calling erklärt
Moderne Funkgeräte haben DSC (Digital Selective Calling) – ein digitales Notrufsystem, das automatisch deine Position (per GPS) und deine MMSI-Nummer (Maritime Mobile Service Identity) überträgt. Mit einem Knopfdruck wird ein Notruf an alle Schiffe in Reichweite und die Küstenwache gesendet.
Wie funktioniert DSC?
- Notrufknopf drücken (meist roter Knopf, 3-5 Sekunden halten)
- DSC-Notruf wird auf Kanal 70 gesendet (automatisch, digital)
- Alle Empfänger in Reichweite erhalten Alarm inkl. Position, Schiffsname, Art des Notfalls
- Du musst anschließend auf Kanal 16 wechseln und den Notruf per Sprache wiederholen
DSC hat die Sicherheit auf See revolutioniert. Früher musstest du manuell auf Kanal 16 funken und hoffen, dass jemand zuhört. Mit DSC alarmierst du automatisch alle in Reichweite – selbst wenn du bewusstlos bist (z.B. nach Unfall), wird der Notruf gesendet.
MMSI-Nummer beantragen
Für DSC brauchst du eine MMSI-Nummer (9-stellige Kennung, vergleichbar mit einer Telefonnummer für dein Boot). Die beantragst du bei der Bundesnetzagentur:
- Kostenlos für deutsche Sportboote
- Online-Antrag auf bundesnetzagentur.de
- Bearbeitungszeit: 1-2 Wochen
- Gültig lebenslang (solange das Boot dir gehört)
Die MMSI wird in dein Funkgerät programmiert. Das macht meist die Bootsschule, der Händler oder du selbst (Anleitung im Geräte-Handbuch).
Häufige Fehler bei der Funkzeugnis-Prüfung
Fehler 1: Phraseologie falsch oder zu umgangssprachlich
Seefunk hat standardisierte Phrasen (z.B. „Mayday, Mayday, Mayday" bei Notruf). Wenn du „Hilfe, wir haben ein Problem" funkst, gibt's Punktabzug. Lerne die Phraseologie auswendig – sie ist international einheitlich.
Fehler 2: Falscher Kanal gewählt
Notruf auf Kanal 10 statt 16 – sofortige Durchfall-Garantie. Lerne die wichtigsten Kanäle auswendig: 16 = Notruf, 13 = Hafen/Brücken, 70 = DSC.
Fehler 3: DSC-Controller falsch bedient
Der DSC-Controller ist das komplexeste Element. Viele Prüflinge scheitern daran, die MMSI des Empfängers einzugeben oder den richtigen Modus zu wählen. Übe das intensiv – am besten an einem echten Gerät.
Fehler 4: Zu leise oder undeutlich gesprochen
Funk ist keine Telefonie. Du musst laut, deutlich und langsam sprechen. Dialekt vermeiden, Standard-Deutsch nutzen. Prüfer achten darauf, ob dein Funkspruch auch bei schlechtem Empfang verständlich wäre.
Fehler 5: Keine Positionsangabe bei Notruf
Bei Notruf MUSS die Position genannt werden (Breiten-/Längengrad oder Bezugspunkt). Ohne Position kann niemand dich finden. Das vergessen erstaunlich viele Prüflinge.
FAQ — Häufige Fragen zu SRC & UBI
Was ist der Unterschied zwischen SRC und UBI?
SRC (Short Range Certificate) ist das Seefunkzeugnis für UKW-Seefunk – das brauchst du für Küstengewässer und international. UBI (UKW-Betriebszeugnis Binnenschifffahrt) ist für den Binnenfunk auf Flüssen, Seen und Kanälen. Wenn du auf See fahren willst, brauchst du SRC. Für reine Binnenfahrten reicht UBI. Viele machen beide Prüfungen zusammen, da sich die Inhalte überschneiden.
Wie viel kostet das Funkzeugnis SRC/UBI?
Die Prüfungsgebühr für SRC liegt bei 80-130 €, für UBI bei 60-100 €. Dazu kommen Lernmaterialien (20-50 €) und optional ein Funksprechkurs (150-400 €). Gesamt-Kosten für SRC: 250-580 €. Viele Bootsschulen bieten Kombi-Pakete SRC + UBI für 400-700 € an – günstiger als beide einzeln.
Brauche ich das Funkzeugnis wirklich?
Gesetzlich ja: Wenn dein Boot eine UKW-Seefunkanlage an Bord hat, muss mindestens eine Person mit gültigem SRC-Zeugnis an Bord sein. Ohne SRC darfst du die Funkanlage nicht bedienen. Auch Charterfirmen verlangen meist SRC als Voraussetzung. Zudem ist Seefunk in Notfällen lebensrettend – 112 funktioniert auf See nicht, aber Kanal 16 schon.
Wie schwer ist die Funkzeugnis-Prüfung?
Die Theorie-Prüfung ist machbar – Multiple-Choice-Fragen + Ankreuzaufgaben. Die praktische Prüfung ist anspruchsvoller: Du musst am Funkgerät echte Notfall- und Routinemeldungen absetzen, Kanäle korrekt wählen und die Bedienung des DSC-Controllers beherrschen. Mit 2-3 Wochen Vorbereitung und einem guten Kurs bestehen die meisten beim ersten Versuch.
Kann ich SRC und UBI zusammen machen?
Ja, das ist sogar empfehlenswert! Die Inhalte überschneiden sich zu etwa 70 %. Du kannst beide Prüfungen an einem Tag ablegen und sparst Zeit und Geld. Die meisten Bootsschulen bieten Kombi-Kurse an. Die Gesamtprüfung dauert dann ca. 90-120 Minuten (Theorie + Praxis für beide Zeugnisse).
Quellen & weiterführende Informationen:
- Bundesnetzagentur — Seefunk & MMSI
- Deutscher Motoryachtverband (DMYV) — Funkzeugnisse
- Deutscher Segler-Verband (DSV)
- Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)
- Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)
- Eigene Erfahrungen aus Funksprechkursen und Praxis 2018-2026
